"Newsletter Januar 2013", Absender:no-reply@jmw.at

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Newsletter - Jüdisches Museum Wien
www.jmw.at   Dorotheergasse 11 und Judenplatz 8, 1010 Wien


Veranstaltungen


Exile or Émigré: the legacy of a Viennese photographer in London 1936-66
Ein Vortrag von Amanda Hopkinson über Gerti Deutsch

Sonntag, 13. Januar 2013 - 11:00 Uhr
Jüdisches Museum Wien Dorotheergasse

Gerti Deutsch wurde am 19. Dezember 1907 als einziges Kind einer Wiener Fabrikantenfamilie geboren. 1936 zog sie nach England, da ihrer Erfahrung nach Fotografinnen außerhalb eines Studios in Österreich nicht ernst genommen wurden. Dennoch arbeitete Gerti Deutsch auch in London zunächst im eigenen Atelier in der New Bond Street mit Spezialisierung auf Kinderfotografie. Ab 1938 war sie freiberuflich für die Picture Post mit dem Schwerpunkt Kultur tätig, nach Kriegsende auch mit Reportagen aus Österreich.  »Weiter


Credit: Gerti Deutsch (Wien 1907-1979 Leamington Spa), Kriegsheimkehrer, Wien, 1948, Vintage silver print
 gettyimages/Fotohof



„Ich möchte so lange leben, als ich Ihnen dankbar sein kann.“ Alma Mahler – Arnold Schönberg
Buchpräsentation

Mittwoch, 16. Januar 2013 - 19:00 Uhr
Jüdisches Museum Wien Dorotheergasse


Der jahrzehntelange Briefwechsel zwischen Alma Mahler und Arnold Schönberg in Europa und in der Emigration gewährt spannende Einblicke in das (Privat-)Leben der beiden herausragenden Persönlichkeiten. Herausgeberin Haide Tenner wird mit Dir. Danielle Spera über diese besonderen Beziehung sprechen. Neben Musikstücken der beiden Musiker werden Burgschauspieler Dörte Lyssewksi und Peter Matic aus den Briefen lesen. Die Briefe zwischen Alma Mahler und Arnold Schönberg sprechen von Höhen und Tiefen im Künstlerischen wie im Privaten und schließlich vom gemeinsamen Schicksal und der gegenseitigen Wertschätzung im Exil. »Weiter


Weitersfeld / Schaffa – Zur Geschichte einer jüdischen Landgemeinde an der mährischen Grenze in der Neuzeit
Eine Spurensuche von Alfred Damm

Donnerstag, 24. Januar 2013 - 18:30 Uhr
Jüdisches Museum Wien Dorotheergasse

Ab 1619 wird in den Herrschaftsakten der Waldviertler Grafschaft Hardegg eine jüdische Siedlung in Weitersfeld erwähnt. Nach vier Jahren intensiver Recherche in mehreren relevanten Archiven legt der Autor Alfred Damm Dokumente zu den jüdischen Bewohnern von Weitersfeld vor, und — soweit möglich — auch zu den Lebensumständen dieser Händler, Dorfgeher und Kleinbauern.
Univ. Prof. Dr. Ernst Bruckmüller (ÖAW) stellt das Buch vor und spricht über die unklare rechtliche Stellung der Juden in Niederösterreich im damaligen Jahrhundert, denn grundsätzlich beanspruchte noch der Landesfürst die Verfügungsgewalt über Juden, er nahm sie unter seinen „Schutz“, d.h. er akzeptierte aus finanziellen Erwägungen ihre Ansiedlung. »Weiter




Internationaler Holocaust-Gedenktag

Sonntag, 27. Januar 2013 - 15:00 Uhr
Jüdisches Museum Wien Dorotheergasse

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationlsager Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee befreit. Am frühen Nachmittag dieses Tages fanden die sowjetischen Soldaten in Birkenau etwa 5.800 völlig entkräftete Häftlinge, eine Million Kleider, sieben Tonnen Menschenhaar und 45.000 Paar Schuhe, die von den KZ-Wächtern zurückgelassen worden waren. 2005 wurde dieser Tag zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust erklärt.
Mit der Befreiung endete die systematische Ermordung der Juden in Auschwitz-Birkenau, nicht aber der Leidensweg der jüdischen Überlebenden. Das Wiener Rothschild-Spital am Währinger Gürtel wurde zum provisorischen Flüchtlingslager und zum Zentrum des jüdischen Lebens zwischen Warten und Hoffen auf einen Neuanfang. Ein schlechter Wartesaal, den die DPs, Displaced Persons – wie die Flüchtlinge genannt wurden, so schnell wie möglich verlassen wollten – in Richtung USA oder nach Palästina/Israel.

Wir nehmen den Internationalen Holocaust-Gedenktag zum Anlass, Sie zu einer kostenlosen deutschsprachigen Führung einzuladen: ausgehend von der Ausstellung „Wartesaal der Hoffnung“ über das Rothschild-Spital stellen wir Ihnen ausgewählte Objekte und Geschichten im Museum vor, die an das größte Verbrechen des 20. Jahrhunderts erinnern.


Foto: Henry Ries, © The New York Times/DHM


Ausstellungen


„Wartesaal der Hoffnung. Das Rothschild-Spital im November 1947 – Fotos von Henry Ries“

bis 17. Februar 2013
Jüdisches Museum Wien Dorotheergasse

Nach der Shoah und dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Rothschild-Spital in Wien zum provisorischen Flüchtlingslager und Zentrum jüdischen Lebens zwischen Warten und Hoffen. Henry Ries (1917–2004), der 1938 aus Berlin in die USA emigrieren musste, arbeitete von 1947–51 in Europa als Fotojournalist für die „New York Times“. Seine Fotografien sind einzigartige Dokumente über das Schicksal der jüdischen Überlebenden und Flüchtlinge.
Kuratorin: Danielle Spera

Foto: Henry Ries, © The New York Times/DHM


Vienna’s Shooting Girls – Jüdische Fotografinnen aus Wien

bis 3. März 2013
Jüdisches Museum Wien Dorotheergasse

Das Ausstellungsprojekt „Jüdische Fotografinnen“ stellt Fotostudios von jüdischen Frauen ab 1860 vor. Speziell in Wien haben außergewöhnlich viele jüdische Frauen aus meist wohlhabenden Familien diesen Beruf gewählt.  Die Ausstellung folgt dem Weg der Fotografinnen ins Exil und somit an das willkürliche Ende dieses Kapitels für Wien. Sie erinnert aber auch an die Fortführung in anderen Ländern und Kontinenten. Eine Auswahl an Arbeiten von 30 Wiener jüdischen Fotografinnen bietet ein repräsentatives Bild der Geschichte der österreichischen Fotografie der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts, mit Fotografien von Madame d’Ora, Trude Fleischmann, Edith Tudor und vielen anderen.
Kuratorinnen: Iris Meder, Andrea Winklbauer

Foto: Trude Fleischmann, „Dolly Haas als Scampolo“, um 1932, © Photoinstitut Bonartes


„Heute in Wien 2012. Fotografien zur jüdischen Gegenwart von Josef Polleross“

bis 12. Mai 2013
Museum Judenplatz

1996 erschien Harry Webers Fotoband „Heute in Wien“ gemeinsam mit der gleichnamigen Ausstellung im Jüdischen Museum Wien. Die beeindruckenden schwarz-weiß Bilder haben Fotogeschichte geschrieben. 15 Jahre später folgt der Wiener Fotograf Josef Polleross den Spuren Harry Webers und hat das heutige Leben der jüdischen Gemeinde – vor allem in der Leopoldstadt – fotografisch erfasst. Polleross Bilder sollen sowohl an Harry Webers damalige Bilderreise anknüpfen als auch die Veränderungen innerhalb der jüdischen Gemeinde und ihren Zuwachs während der letzten 16 Jahre zeigen. Sie geben Einblick in das vielfältige jüdische Leben in Wien heute.
Kuratorin:  Astrid Peterle

Foto: Josef Polleross, Sukkot, Oktober 2009



Wir feiern


Tu BiSchwat - Neujahrfest der Bäume, 26. Januar 2013

Tu BiSchwat, das Neujahr der Bäume, wird am 15. Tag des jüdischen Monats Schwat gefeiert. Nach dem langen Winter sammeln die Bäume während der Regensaison viel Wasser, um im Frühling Früchte ansetzen können. Der respektvolle Umgang mit Bäumen spielte schon bei der Besiedlung des Heiligen Landes immer wieder eine herausragende Rolle. So werden auch heute zu Tu BiSchwat landesweite Baumpflanzaktionen gestartet. Üblicherweise wird an diesem Festtag der Tisch beim Abendessen im Rahmen der Familie mit Früchten geschmückt, besonders mit den Arten, mit denen das Land Israel gesegnet wurde: Trauben, Feigen, Granatäpfeln und Oliven, des weiteren mit Honig, Weizen und Gerste.


Wir empfehlen


"Nicht nur in Worten, auch in der Tat". Käthe Sasso erzählt ihre Jugend im Widerstand
Käthe Sasso im Gespräch mit Rudolf Gelbard

Montag, 07. Januar 2013, 19:00 Uhr
, Hauptbücherei, 1070 Urban Loritz-Platz 2a

Als 16-jährige Widerstandskämpferin wurde Käthe Sasso 1942 von der Gestapo verhaftet; ihr Leidensweg führte durch Gefängnisse und Arbeitserziehungslager bis in das KZ Ravensbrück. Angeklagt wegen „Vorbereitung zum Hochverrat", bewahrte sie nur das jugendliche Alter vor der Todesstrafe. Nach der Räumung des KZ Ravensbrück 1945 rettete sich Käthe Sasso durch Flucht aus dem Todesmarsch in Richtung Bergen-Belsen und konnte nach Wien zurückkehren. Anschaulich und lebendig erzählt Käthe Sasso im Hörbuch von einer glücklichen Kindheit in einem burgenländischen Dorf, der Schulzeit in Wien und der politischen Prägung durch das familiäre Umfeld. »Weiter


"Und sie wurden zerstreut ..." - Flucht aus der Heimat

Mittwoch, 9. Januar 2013, 18:30 Uhr, Veranstaltungszentrum des DÖW

Die vierteilige Vortragsreihe, befasst sich insbesondere mit der 1938 einsetzenden Massenflucht von Jüdinnen und Juden. Die unter Aufsicht der Zentralstelle für jüdische Auswanderung gestellte Israelitische Kultusgemeinde bemühte sich um Hilfe für die Flüchtenden, die in der sogenannten „Auswandererkartei“ erfasst wurden. Erster Zufluchtsort waren unter anderen die österreichischen Nachbarländer, wobei die damalige Tschechoslowakei schon nach Februar 1934 Ziel für politische Flüchtlinge gewesen war, von denen etliche in die Sowjetunion weiterreisten. Dort fanden sie jedoch nicht die erhoffte Sicherheit, sondern viele von ihnen fielen anschließend dem stalinistischen Terror zum Opfer. Wer konnte, verließ Europa; so gelangten ÖsterreicherInnen unter anderem auch nach Lateinamerika.  »Weiter


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